Typisch bayerisch: Fleischpflanzerl

 

 

„Was soll das denn sein?” wird sich sicherlich der eine oder andere fragen. Das auch als Fleischküchle (Franken) bezeichnete Gericht ist nichts anderes, als typisch bayerische Frikadellen beziehungsweise Hackhuller oder Hacktäschli, wie die Schweizer sagen.

So unterschiedlich wie die Namensgebung ist, so verschieden sind auch die Zubereitungsarten und jeder schwört hier auf etwas anderes. Rinderhack oder gemischt? Mit Brot vom Vortag oder Semmelbrösel? Die Varianten sind vielfältig, weshalb ich hier die Gelegenheit nutzen möchte, die klassisch bayerische Variante vorzustellen, die jeder zumindest schon einmal probiert haben sollte, bevor er sich ein Urteil darüber bildet, welches am Besten schmeckt.

Übrigens: In Bayern werden die Fleischpflanzerl häufig zusammen mit Salat oder Kartoffelsalat serviert. Daher kommt aber nicht der Name (mit Pflanzen), sondern vielmehr hießen sie früher Fleischpfannzelte, wobei flache Kuchen als Zelte bezeichnet wurden. Lange Rede kurzer Sinn, zur Zubereitung:

Man benötigt für die Zubereitung 500 Gramm gemischtes Hackfleisch, 100 Milliliter Milch, eine Zwiebel, ein altes Brötchen (Semmel), ein Ei, zwei Teelöffel Senf, drei gehäufte Esslöffel Butter, eine Messerspitze Majoran, Salz und Pfeffer.

Die Aufzählung macht deutlich, dass sich die bayerische Variante etwas von vielen anderen klassischen Varianten unterscheidet, denn die Zutaten sind etwas umfangreicher.

 

Herstellung:

Die Zubereitung ist sehr einfach. Man erhitzt zunächst die Milch, zerteilt das harte Brötchen in drei oder vier Teile und gibt sie in die heiße (nicht kochende) Milch und das Brötchen wird komplett durchgeweicht. (Unbedingt einen Deckel auf den Topf setzen)

Währenddessen wird das Hackfleisch mit dem Ei, der Zwiebel, den Gewürzen und dem Senf vermischt. Dabei sollte die kleingehackte Zwiebel möglichst fein sein. Anschließend kommt auch das Brötchen hinzu, vorher muss die Milch aber gut aus dem Brötchen herausgepresst werden.

Dann wird in einer Pfanne Butter erhitzt und aus dem klebrigen Teig werden Fleischkugeln geformt, die anschließend plattgedrückt werden. Tipp: Das klappt am besten mit feuchten Händen, denn dann klebt der Teig nicht so stark. Unter mehrmaligem Wenden werden die fertigen Fleischkuchen dann braun angebraten. Das war’s schon. Sie schmecken wirklich hervorragend und lassen sich sowohl heiß als auch kalt verzehren.

Viel Spaß beim ausprobieren!

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