Bayerischen Radi (Rettich) anrichten – so geht’s

 

 

Im Rettich ist ein scharfes Öl enthalten, das sich Senföl nennt. Dieses ist für den scharfen Geschmack des Wurzelgemüses verantwortlich. Bei der traditionellen bayrischen Brotzeitplatte oder auf einen typisch bayrischen Buffet darf Radi keinesfalls fehlen, daher lohnt es sich, auch Zuhause zu wissen, wie man ihn zubereitet und serviert.

In Bayern kennt jeder Radi – das steht außer Frage. Er ist sehr gesund und schnell zubereitet. Mit einem Rettich wird der Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen gedeckt. Außerdem wirkt er antibiotisch und ist reich an Kalium, Eisen, Natrium, Magnesium, Phosphor und Kalzium. Eine wahre Vitaminbombe also. Die kleinen Geschwister des Rettich sind übrigens Radieschen.

 

Servieren des Radi:

Rettich wird stets roh gegessen. Wie genau er geschnitten wird, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Häufig wird er auf dem Brot in hauchdünnen Scheiben – wie Aufschnitt – gegessen oder es wird Salat damit angereichert. Er lässt sich auch wunderbar als Ziehharmonika anrichten. Hierfür gibt es separat erhältlich Rettichschneider. Alternativ kann er auch dekorativ in Buchform aufgeschnitten werden. Dabei wird die Wurzel von der Spitze in Richtung des dicken Endes der Länge nach aufgeschnitten. Mit einem dicken Messer werden dann von außen her hauchdünne Scheiben abgeschält. Kurz vor Ende wird mit dem Schnitt aufgehört, damit er später auseinanderfällt. Dies gleicht optisch einem aufgeschlagenen Buch.

 

Übrigens: Wer den Rettich nicht ganz trocken genießen möchte, kann ihn mit selbst aufgeschlagenener Remoulade oder einer Meerrettichsauße, was beides mit einem Sahnespender hervorragend schaumig aufgeschlagen werden kann, servieren. Aber das ist natürlich letztendlich geschmackssache. In jedem Falle sollte das bayerische Nationalgericht von jedem probiert werden, der es noch nicht kennt – nicht nur wegen des gesundheitlichen Aspekts, sondern schlichtweg auch deswegen, weil er hervorragend schmeckt.

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